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»Ich, Kaiser der Clochards«

Mein Weg zur Literatur ist lang, es ist mir niemals in den Kopf gekommen dass ich Schriftsteller werden könnte. in Berlin flüsterte man ringsum: schreib was du so machst, ich klopfte lediglich mit dem Zeigefinger auf die Stirn. Meine Antwort war: ich erzähle es euch alles, ihr sollt es machen. auf diese Weise stand die Sache still ging gar nicht vorwärts. Erst als ich das das Zeichen »VON DORT OBEN« bekam: du musst ! – nahm ich das erste mal Kontakt zu einer alten mechanischen Schreibmaschine auf und tippte mit einem Finger innerhalb von drei Wochen die Autobiografie »Ich Kaiser der Clochards«.
Meine Nase sagte mir – schwach, trotz des Getuschels drum herum – gut, ich arbeitete an ihr 5 Jahre. Ich beendete die Autobiografie als letzte meiner 3 Bücher. In dem Buch führe ich beim Bierchen Dialoge mit meinen Beratern: dem Heiligem Peter und einem alten Spatz – notorisch mir Ideen zuschwatzend. Ich habe jedem eins gelangt, der es verdient hat.. Es sollte anders kommen – man betrog, und Manche kann man nicht kaufen. Das Buch – Belletristik, Dokument der Kosten gesellschaftlichen Tausches – gesehen mit den Augen des Parisers, des Polen, eines europäischen Landstreichers. Zum Schaffensantrieb wurde das Motto: »ich zeigs euch ihr F...!«
Im Buch beschreibe ich künstlerisches Schaffen in: der Performance, der Bildhauerei und in der Literatur. Ich wagte die akademische Contenance zu brechen – Redakteure des Polentums – Dorotka und Oświęcimski knirschten die Zähne. Sie bestimmten lediglich die Grenzen des Zulässigen. Bei mir ist das Wort Goldwert im Ausdruck der Gedanken. Die Geschichte entscheidet wer recht haben wird.
Entgleisungen sind möglich, zum Beispiel in der Malerei, warum soll das Spiel mit dem Wort verboten sein?
Ich verlegte die Autobiografie in der kaiserlichen Werkstatt »Trompete und Trillerpfeiffe«.
Das Buch in alter deutschen Fassung, erschein kapitelweise 2 Jahre lang in der Berliner Zeitschrift MOTZ.
Als Herausgeber einer Heftversion, vertrieb ich persönlich bedeutende Mengen in die Berliner Hände.

Auszüge aus den Heften:

Der Vagabund

Aufruf zum 1. Mai

Die Hefte können zum Preis von je 10,— Euro bestellt werden:
mordellus[at]polnischeversager.de





Das Buch »Bettler und Hund«

Als ich zum ersten Mal an die Pforte der Literatur klopfte, rannte ich schnell zur Nächsten. Zu dieser Zeit wohnte ich illegal im Keller der Polnischen Versager in Berlin.
Im Dreck am Boden sitzend, begann ich darüber nachzudenken, wie ich die Sache in Angriff nehmen sollte. Nach dem fünften Bier wusste ich was zu tun war. Ich entschied mich über wichtige historische Ereignisse der Stadt zu schreiben: In politischen, materiellen und kulturellen Sphären. Die Helden des Buches »Bettler und Hund« gehen durch die Strassen der Stadt, um auf Geheiß des Himmels alles zu begutachten und anschließend ihren Bericht nach Oben zu senden. Aufgrund unterschiedlicher Meinungen verbleiben die Beiden aber in einem unaufhörlichen Widerstreit. Die Umgangsformen und Aussagen des Bettlers sind einfach, wenn auch nervtötend, die des Hundes, genannt »Filou«, tiefgründig, jedoch illusorisch. Die Aufgabe ihrer Mission – die Welt reparieren.
Ich beschrieb das armselige Künstlerleben und die Verhältnisse, in denen sie lebten. Das Buch schrieb ich wie auf einer Bühne sitzend, vor den Augen der ganzen Stadt. Improvisation, vom Anfang bis zum Ende. Später nahm ich noch kosmetische Nachbesserungen vor. Meine Informantin und Kommentatorin in Sachen Berlin – Krystyna Hammer. Sie erleichterte mir meine Arbeit entscheidend. Ins Deutsche übersetzt von Antje Ritter-Jasinska – herausgegeben von »Polen Plus« und Dr.Olaf Kühl – dem Übersetzer der besten polnischen Literatur. Mit Ausschnitten des Buches in gerollter Form überflutete ich Berlin.

Auszüge aus diesem Buch:

Der vaterländische Kulturtempel

Die Eingebung

Das Buch »Kaiserliche Tribüne«

Die Entstehung der zwölf Erzählungen ist zwei Personen zu verdanken. Die eine ist eine gewisse Krystyna Hammer, eine Architektin und Filmregisseurin.
Ich muss noch was hinschreiben: Und des »Heiligen Peters«. Als Strafe für meine Überheblichkeit ernannte er mich zum »Kaiser von Berlin« und beendete die Zusammenarbeit. Nun berät er mich nicht mehr. Einsam sinnierend gebar ich die »Kaiserliche Tribüne«. Darin präsentierte ich der Hauptstadtbevölkerung ihr Recht auf die Herrschaft: Was ich über das die Hochburg Berlin umkreisend Geschehende denke.
Die gerollten Erzählungen fangen großen Anklang in der Bevölkerung, am meisten der Beginn jeder Erzählung, wie ich Gedanken suchend in der Nase bohre, mich bei Nichtgefallen am Hintern kratze oder auf den Boden spucke. Wie? ein Herrscher darf so was nicht? Meine Berater sind die Klo-Oma und der Pferdemeister – ich glaube nur dem einfachen Volke. Ins Deutsche übersetzt durch den aufsteigenden Stern Antje Ritter-Jasińską.
Mit Sicherheit machte sie es besser als ich selbst. Durch sie ernte ich Lorbeeren auf den Strassen Berlins, sogar vom sehr wichtigen Berliner Poeten Bert Papenfuss.

Auszüge aus diesem Buch:

Gras, Sonne, Laub und Winter

Bolschewiki und Menschewiki



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